Die 500g Regel

Schutzfristen vor und nach der Entbindung


Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung
und endet im Normalfall acht Wochen, bei medizinischen
Frühgeburten oder bei Mehrlingsgeburten zwölf Wochen
nach der Entbindung. Für die Feststellung, dass eine
Frühgeburt im medizinischen Sinne vorliegt, ist
ein ärztliches Zeugnis maßgebend (wiegt das Kind
bei der Geburt weniger als 2.500 Gramm, handelt
es sich um eine Frühgeburt im Sinne von § 6 Abs. 1
MuSchG). Bei einer Frühgeburt sowie bei einer
sonstigen vorzeitigen Entbindung verlängert sich
nach der Geburt die Schutzfrist um den Zeitraum,
der vor der Geburt nicht in Anspruch genommen
werden konnte.
Wird der errechnete Geburtstermin überschritten, so verkürzt
sich die Schutzfrist nach der Entbindung nicht. Sie
beträgt ebenfalls acht bzw. zwölf Wochen.
Ab sechs Wochen vor der Geburt ihres Kindes darf die werdende
Mutter nur noch dann beschäftigt werden, wenn sie
selbst ausdrücklich erklärt hat, dass sie weiterarbeiten
möchte. Es steht ihr frei, diese Entscheidung jederzeit zu
widerrufen.
Während der Schutzfrist nach der Entbindung besteht ein
absolutes Beschäftigungsverbot. In dieser Zeit dürfen Frauen
auch dann nicht beschäftigt werden, wenn sie dazu bereit
wären (wegen der einzigen Ausnahme siehe unten).
Schutzvorschriften 21

Im rechtlichen Sinne ist eine Fehlgeburt keine Entbindung


Eine Fehlgeburt liegt vor, wenn sich außerhalb des Mutterleibs
keine Lebensmerkmale gezeigt haben und das
Gewicht weniger als 500g beträgt. Sie löst keine mutterschutzrechtlichen
Folgen aus, insbesondere gelten die
Schutzfristen nach der Entbindung nicht. Etwas anderes gilt
für Totgeburten. Die Frau hat nach einer Totgeburt die normalen
Schutzfristen nach der Entbindung. Bei Totgeburten,
die gleichzeitig Frühgeburten im medizinischen Sinne sind,
hat die Mutter Anspruch auf eine zwölfwöchige Schutzfrist.
Ausnahmsweise kann die Arbeitnehmerin allerdings
in diesem Fall und ebenso beim Tod des
Kindes nach der Geburt auf ihr ausdrückliches
Verlangen hin schon vor Ablauf ihrer Schutzfrist
wieder beschäftigt werden (frühestens ab
der dritten Woche nach der Entbindung), wennhttp://www.beepworld.de/cgi-bin/hp/hpchange.pl?o=pageeditor
nach ärztlichem Zeugnis nichts dagegen
spricht. Sie kann ihre Erklärung jederzeit widerrufen. Ob
es sich um eine Fehl- oder um eine Totgeburt handelt, hängt
von dem ärztlichen Zeugnis ab. Ist eine Fehlgeburt mit seelischen
und körperlichen Belastungen verbunden und ist
die Frau arbeitsunfähig krankgeschrieben, so gelten statt
der Grundsätze des Mutterschutzgesetzes die Regelungen
über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Für Frauen, die
einen Schwangerschaftsabbruch vorgenommen haben,
entfällt danach der Mutterschutz.

 

Das ist eine absolute Frechheit. Habe ich nicht auch zwei Tage in schrecklichen Wehen gelegen? Habe ich nicht dazu auch noch furchtbare Qualen durchmachen müssen weil ich wusste das mein Kind dann tot ist wenn ich es geboren habe? Ich habe wahrscheinlich viel mehr Strapazen über mich ergehen lassen müssen als "normal" Gebärende, da ich ja im Wissen war das ich am ende der Schmerzen kein gesundes Kind in meinen Armen halten kann. Wieso steht mir dafür keine Erholungsphase zu? Habe ich nicht genauso gelitten? Ich verstehe den deutschen Staat nicht, den Leuten die diese Gesetze entwerfen haben nicht einmal ansatzweise eine Vorstellung davon wie hart es als Sternenmutter ist. Man müsste diesen Menschen die Bilder der Kinder vor die Nase halten, vielleicht werden sie dann aufgerüttelt. Man kann das doch nicht ur daran ausmachen wie viel das Kind gewogen hat und ob es nach der Geburt noch lebte! Man muss doch in so einer Entscheidung mehrere Aspekte einfließen lassen zb. wie schwer waren die körperlichen Strapazen, wie schwer die seelischen, wie verlief die Geburt usw. Es ist eine richtige Schande das der deutsche Staat das so handhabt.